Engel, Elfen und Ganoven

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NEUERSCHEINUNG!!!

Frank Friedrichs:
„Engel, Elfen und Ganoven“
Weihnachtsgeschichten

Wunderbar-weihnachtliche Texte für Jung und Alt
aus dem Israel von Christi Geburt, aus dem heutigen Griechenland, vom Nordpol, aus Vertikow … und sogar aus dem Weltall

256 Seiten, 24. Oktober 2020
Leineneinband mit Goldprägung, Lesebändchen
ISBN: 978-3-946937-40-1

Lieferzeit: 3-8 Tage

Dieser Band vereint elf Geschichten, die aus verschiedensten Perspektiven den Blick aufs Weihnachtsfest lenken:

„Der Namensvetter“ lässt den Jungen Nik, der eigentlich Nikolaus heißt und diesen Namen hasst, Bekanntschaft mit dem historischen Bischof Nikolaus schließen. „Das große Los“ zeigt das Schicksal zweier Obdachloser in den kalten Wintertagen. In „Jechonaans Geschenk“ erlebt ein kleiner Hirtenjunge die Geburt Jesu Christi mit. „Der große Auftritt“ handelt von einem kleinen, unbedeutenden Engel, der plötzlich im Rampenlicht steht. Der Titel der Geschichte „Wie die beiden Diebe Gaunerd und Banaussy dem Erzbischof von Reims die Weihnachtsgans stahlen“ spricht für sich. „Das letzte Geschenk“ spielt im Weltall, viele hundert Jahre nach unserer Zeit. Wer „Der Mann an der Litfasssäule“ ist, offenbart der gleichnamige Text. „Jannis und das Wasauchimmer“ stellt uns die weihnachtlichen Bräuche in Griechenland vor. In „Der Weihnachtstraum“ söhnt sich ein verbitterter alter Mann mit seiner Familie aus. „Mister Eastwaters Probleme mit Weihnachten“ schildert das Chaos in der Werkstatt des Weihnachtsmanns. Und natürlich darf auch eine Geschichte aus Vertikow nicht fehlen. Wer wohl den „Bankraub in Vertikow“ begangen haben mag …

  1. Trimagie (verified owner)

    Wie ich zum Buch kam:
    Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch, da ich inzwischen überzeugter Allesleser dieses Verlages bin und mich tatsächlich auch die Bücher begeisterten, die „eigentlich“ nicht in mein bevorzugtes Genre gehören. So war es dann auch hier.
    Zugegeben ich bin kein großer Weihnachtsbuchfan, oft sind sie mir zu kitschig, zu viel Liebe, zu einfach gestrickt oder irgendwas anderes „zu“.
    In den letzten Jahren zogen deshalb auch nicht sonderlich viele thematisch passende Bücher ein, aber bei denen die es zu mir schafften, bewies ich auch immer einen sehr guten Riecher und kleiner Spoiler: Genauso ist es hier auch.

    Mein erster Gedanke als ich das Buch erhielt:
    Edel.
    Durch die äußere Gestaltung mit dem typisch weihnachtlich roten Leineneinband nebst der goldgeprägten Buchstaben und Verzierung ist die erste Assoziation, auch ohne den Titel gelesen zu haben, Weihnachten. Die Größe lässt sich außerdem einfach perfekt in der Hand halten und verleitete mich sofort hinein zu blättern.

    Inhaltlich bietet dieses Buch ein Vorwort des Autors indem einige der teils lange zurück reichenden Hintergründe der Geschichten und ein klein wenig persönliches preis gibt, sowie zwölf sehr unterschiedliche weihnachtlich winterliche (Kurz-)Geschichten, die in sich geschlossen sind. Mir haben die Geschichten so gut gefallen, dass ich das Buch in einem Rutsch durch gelesen habe, obwohl ich für gewöhnlich Kurzgeschichten als tägliche Minipause im Alltag nutze- wie Raucherpausen für Raucher nur eben für Leser. Das hat hier nicht funktioniert, aber es spricht eher für als gegen den Inhalt. Im folgenden gehe ich deshalb auf jede Geschichte einzeln kurz ein. Wer das gar nicht genauer wissen möchte, der kann aber auch einfach unten im Fazit weiter lesen.

    1. „Der große Auftritt“:
    Die erste Geschichte einer Kurzgeschichtensammlung entscheidet bei vielen über den weiteren Verlauf des Lesens oder gar Kaufens und damit vereint sich eine größere Verantwortung auf dieser als auf anderen, die mittendrin enthalten sind. Hier ist der Name Programm, denn „Der große Auftritt“ bietet einen wunderbaren Eintritt in dieses Buch. Inhaltlich befinden wir uns inmitten einer der typischen weihnachtlichen Szenen, bei einer Chorprobe. Und doch ist es auch ganz anders als die die wir vermutlich alle kennen. Sam, der schüchterne Engel im Chor wird von uns als Leser begleitet und dabei kommen wir ihm, durch die direkte Ansprache des Autors, näher als gedacht. Das ist übrigens eines der Geniestreiche, die uns auch in weiteren Geschichten begegnen und mich immer wieder angenehm überraschten. Der Autor spricht dabei vermeintlich vorhandene Lesergedanken aus, führt auf einer weiteren Ebene ergänzend zur Handlung durch die Geschichten und vor allem die kleinen wieder aufgegriffenen Versprechungen und Erklärungen brachten mich sowohl zum Staunen, wie auch zum Schmunzeln. Absolut überzeugende erste Geschichte.

    2. „Der Mann an der Litfaßsäule“:
    Die zweite Geschichte und ich hatte bereits feuchte Augen, weil sie mich so berührte. Eine Geschichte darüber, dass auch im größten braun grauem Schneematsch und der größten Trübnis in jedem Moment und jedem von uns der Geist der Weihnacht steckt, wir müssen nur mit offenem Herzen hinsehen. Dass das manchmal leichter gesagt als geglaubt oder gar getan ist und dennoch gelingen kann, darum geht es hier.

    3. „Der Weihnachtstraum“:
    „Weihnachten, wozu überhaupt?“ Zwischen den eigenen Erlebnissen, Erfahrungen und daraus resultierenden vermeintlich wahren Emotionen verbirgt sich auch unter dem größten Albtraum manchmal etwas längst vergessen geglaubtes traumhaft Gutes. Und wenn es nur die plötzliche Zuneigung zum Wortanfang „Oh!“ und vor Rührung vergossene Tränen sind.

    4. „Das letzte Geschenk“:
    „Und während Monca Vokabeln paukt, wollt ihr sicherlich wissen, was eine Science Fiction Geschichte in einem Weihnachtsbuch zu suchen hat, was?“
    Auch hier brilliert der Autor durch die direkte Ansprache inmitten einer -tatsächlich- auf den ersten Blick höchst ungewöhnlichen Weihnachtsbuchgeschichte, die aber inhaltlich passender denn je nicht sein könnte. Über das Prinzip des Schenkens, Beschenktwerdens, den entgegen aller Vorurteile vorbildlichen Umgang miteinander und der Frage, was eigentlich das Allerwichtigste an Weihnachten ist. Eine Geschichte, die gleichzeitig in die unendliche Ferne schweift wie ganz nah bei uns als Leser bleibt. Ein erlesenes Geschenk.

    5. „Das große Los“:
    Vom größten Pech der Gewinner und dem was wirklich Glück bereitet. Eindrucksvoll und beeindruckend wie die geschilderte missliche Lage der Hauptfiguren in der Kürze zu einer nachhallenden Geschichte mutiert.

    6. „Mister Eastwaters Probleme mit Weihnachten“
    „Oh weh!, Oje! Oh Gott! Oh nein! Oh Schreck!“ Seit ich diese Geschichte kenne, bin ich unter anderem um die Erkenntnis reicher, in wie vielen unterschiedlichen Kombinationen man sein Bedauern eines Missgeschicks zum Ausdruck bringen kann, ohne sich in derselben Reihenfolge zu wiederholen. Und dennoch ist die Geschichte keinesfalls eine nach deren Lesen ich die dafür verwendete Zeit bedauere, ganz im Gegenteil. Denn jede Sache, und mag sie auf den ersten Blick noch so schlecht erscheinen, hat ihr gutes. In diesem Fall ist das Gute allerdings körperlich recht klein, was aber natürlich nichts über die wahre Größe aussagt. Denn ebenso wie Frederick Duncan Willowby Eastwater, seineszeichen Weihnachtself, ebenso wie wir als Leser feststellen muss: Nichts ist auf den ersten klischeehaften Blick so wie es scheint. Oder vielleicht manchmal doch? Das gilt es heraus zu finden. Ich hatte ebenso viel Freude beim Lesen, wie auch hinterher mit den nachwirkenden „Was wäre wenn…?“ Gedanken.

    7. „Der Namensvetter“:
    Diese Geschichte entführt uns in die Welt eines Schuljungen, der sich mit seinem Namen Nikolaus nicht identifizieren kann und alles dafür tut, sich und die Bedeutung zu verheimlichen. Je weniger Bedeutung man selbst jedoch den Dingen beimisst, die als vermeintliche Schwächen für einen selbst stehen, desto weniger treten diese auch für andere als solche auf. Jeder hat die Fähigkeit seine Schwächen in Stärken zu verwandeln, wenn man seinen Blickwinkel verändert. Diese Geschichte berührte mich vor allem aufgrund der direkten Schilderung schulischer Geschehnisse in der Kombination mit dem was zwischen den Zeilen in einem anderem Umfeld für jeden von uns möglich ist.

    8. „In der Kürze …“
    In der Kürze liegt die Würze. Dieses Sprichwort trifft im doppelten Sinne auf diese höchst ungewöhnliche erheiternde Lebkuchengeschichte zu.

    9. „Jechonaans Geschenk“:
    Im Gegensatz zu allen vorherigen Geschichten befinden wir uns mit dieser weder in der Zukunft noch in der Gegenwart, sondern reisen mit Jechonaan, dem Hirtenjungen, etwa 2020 Jahre in die Vergangenheit nach Palästina. Doch egal in welcher Zeit wir uns befinden, die hohe Kunst des Musizierens bedarf ebenso langwierige geduldige Übung von allen Beteiligten, wie einem neugeborenem Kind ein Willkommensbesuch abgestattet und mit entsprechender Wertschätzung beschenkt und bedacht werden will. Doch was tut man da wenn einem weder Talent noch großes Vermögen zur Verfügung gestellt wird? Man muss sein Glück selbst in die Hand nehmen. Und genau darum geht es unabhängig jeglicher Zeit oder gesellschaftlicher Einordnung immer: Um das eigene Glück und die Nutzung der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.

    10. „Jannis und das Wasauchimmer“:
    Von Palästina auf eine griechische Insel mit nur einem Umblättern. Diese Vielfalt quer durch alle Zeiten, Legenden und Orten dieser Welt zeigt deutlich auf, wie einfach es sein könnte mit allen unterschiedlichen Menschen friedlich miteinander zu leben. Das einzige was es dafür braucht ist Akzeptanz der traditionellen Vergangenheit und die tolerante Offenheit mutige Fragen zu stellen. Doch vergesst nicht neben aller geistiger Anstrengung auch für euer körperliches Wohlbefinden zu sorgen. Was liegt in der Adventszeit näher als zu dieser Geschichte einige Kekse parat zu haben? Nun vielleicht solltet ihr euch auch einen etwas größeren Vorrat anlegen, denn man weiß ja nie wer einem beim Lesen begegnet.

    11. „Bankraub in Vertikow“:
    Der Autor dieser Kurzgeschichten ist mir eigentlich ein Begriff aus seiner Wohlfühlkrimireihe, die mit dem rollstuhlfahrenden Ex- Organisten in einem erfundenen Dorf in Mecklenburg spielt und mich durch alle vier bis dato veröffentlichten Teile sehr begeisterte. Ein wenig anders und doch exakt den Kern treffend gibt diese Kurzgeschichte einen kleinen Eindruck der Reihe für die unbekannten Leser oder aber ergänzt die bereits bekannten Fälle um eine kleine weitere Geschichte, die zeigt, dass das oftmals verpönte Dorfleben auch seine guten Seiten hat. Wer Vertikow noch nicht kennt und diese Geschichte mochte, der sollte sich nun berufen fühlen dem Protagonisten Peer Wesendonk helfend unter die Arme der Ermittlungsarbeit zu greifen.

    12. „Wie die beiden Diebe Severin Spitzbub und Kornelius Klaubock dem Bischof von Krakau die Weihnachtsgans stahlen“:
    Der Name dieser Geschichte ist ebenso lang wie inhaltlich allumfassend aussagekräftig. Ein wirklich wunderbarer Abschluss einer Kurzgeschichtensammlung, die alle erdenklichen weihnachtlichen Facetten bereit hält.

    Fazit:
    Wenn ihr ein weihnachtliches Geschenk sucht für jemanden, der alles hat:
    kauft das Buch.
    Wenn ihr ein weihnachtliches Geschenk sucht für jemanden, den ihr zu wenig kennt und keine Ahnung habt, was derjenige mag:
    Kauft das Buch.
    Wenn ihr einem Verwandten etwas schenken müsst, obwohl ihr eigentlich nicht wollt:
    Kauft das Buch.
    Wenn ihr einer Familie ein gemeinsames Geschenk machen wollt, was sich für alle eignet:
    Kauft das Buch.
    Wenn ihr neugierig seid und eigentlich keine Weihnachtsbücher mögt:
    Kauft das Buch.

    Ihr seht, es gibt kaum einen Grund dieses Buch nicht zu kaufen, außer man hat es bereits. ABER dann findet ihr ganz bestimmt noch jemanden, dem ihr es schenken könnt, weil euch nie etwas einfällt.
    Und kleine Anmerkung:
    Bestellt immer eins mehr. Glaubt mir, spätestens wenn ihr es dann kennt, braucht ihr eins (oder zwei, oder drei oder….) zum Verschenken.

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